Tiefengesteine (Plutonite) - stonegate Natursteine

Tiefengesteine (Plutonite)

 

 

Als Gegenpart der Vulkanite entstehen Plutonite (Tiefengesteine) beim Erstarren von Magma in der Erdkruste. Ihre Entstehung ist so auch an vulkanaktive Gebiete der Erde gebunden. Ungleich der Vulkanite muss jedoch erst eine meist kilometermächtige Überdeckung erodiert werden, damit sie an der Erdoberfläche zum Vorschein kommen.

Die erhöhten Druck und Temperaturbedingungen im Erdinneren sorgen für eine langsamere Abkühlrate und so für eine längere Wachstumszeit der Minerale in der Schmelze. Typische plutonische Gefüge sind so deutlich grobkörniger als die der Vulkanite (Korngröße > 3mm). Die Minerale lassen sich so mit Lupe oder bloßem Auge erkennen und bestimmen.

Die langsamere Abkühlung bedingt weiterhin, dass bei ausreichend großen Magmakammern kristallisierende Minerale an den Boden der Magmakammer absinken und so eine mineralogische und auch chemische Differenzierung sowohl der Kummulate (Ablagerungen in der Magmakammer) als auch der verbleibenden Restschmelze auslösen (geol. als fraktionierte Kristallisation bezeichnet). Hier anzumerken ist, dass diesem natürlichen Differenzierungsprozess von großen Magmenkammern einige der bedeutendsten Erzlagerstätten geschuldet sind.

Gesteinschemisch werden die Plutonite genau wie die Vulkanite im QAPF-Doppeldreieck (Quarz-Alkalifeldspat-Plagioklas-Foide- Doppeldreieck) eingeordnet. Es gibt also zu jedem vulkanischen Gestein ein plutonisches Pendant mit exakt gleichen Quarz-Alkalifeldspat-Plagioklas-Foid-Anteilen. Der Unterschied liegt wie oben beschrieben nicht im Chemismus, sondern lediglich in der Textur und im Gefüge (Korngröße, Lagerung etc.).

Im Gelände lassen sich Plutonite meist als verwitterungsbeständige, monoton-massige Gesteinsformationen erkennen. Als bekanntestes plutonisches Gestein kann der Granit genannt werden, welcher meist in zentralen Orogenen (Alpen, bayrischer Wald (abgetragene Varisziden)) zu finden ist. Weitere bekannte Plutonite sind Gabbros und Syenite.

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