Gabbro - stonegate Natursteine

Gabbro

Gabbros gehören zu der Gruppe der plutonischen Gesteine, was bedeutet, dass sie im Erdinneren auskristallisiert sind. Ihre Erscheinungsform ist meist massig und dunkel, was an ihrer Mineralparagenese liegt, die meist mehrheitlich aus mafischen (dunklen) Mineralen besteht.

Aufgrund der Grobkörnigkeit der meisten Gabbros lassen sich häufig die beiden Hauptminerale Pyroxen (mafische Mineralgruppe, meist stängelig ausgebildet) und Plagioklas (Feldspat) mit dem Auge erkennen. Plagioklas ist in den meisten Fällen das einzige helle Mineral. In seltenen Fällen treten noch Quarz oder Nephelin als helle Minerale auf. Den Hauptanteil der Pyroxene bilden augitische Klinopyroxe. Weitere dunkle (mafische) Minerale, die neben oder statt Klinopyroxen auftreten können, sind Orthopyroxen, Olivin (bzw. dessen Alterationsprodukt Serpentin) und Hornblende, welche namengebend werden, kommen sie in entsprechenden Mengen vor (Olivingabbro, Hornblendegabbro).

Die Anwesenheit bestimmter Minerale und deren Quantität bedingt meist auch das farbliche Erscheinungsbild der Gesteine: Von hellgrau über gelblich/grau bis zu tiefem schwarz erstreckt sich die Variation. Zusätzlich tritt oft Magnetit zu der Paragenese, welcher das Gestein magnetisch macht.

Ähnlich dem Basalt ist Gabbro Hauptbestandteil der ozeanischen Kruste. Gabbroide Gesteine bauen hier die gesamte mittlere Einheit  der durchschnittlich 7km dicken Kruste auf, was im Normalfall eine Mächtigkeit von ca. 3km bedeutet. Im kontinentalen Milieu findet man Gabbros in auf die kontinentale Kruste aufgeschuppten ozeanischen Einheiten (geol. Ophiolithkomplexe) oder aber als Plutonit mantelbezogener Magmen (im Gegensatz zu Granit mit krustaler Magmenquelle). Ein deutsches Beispiel einer solchen erstarrten gabbroiden Magmakammer ist der Harzburger Gabbro. Die Kristallisationstemperaturen von Gabbros liegen zwischen 900 und 1300°C.

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