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Angkor Wat
Seit 2005 besteht eine Kooperation zwischen dem deutschen German Apsara Conservation Projekt (GACP) der FH Köln, Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaften, und der Universität zu Köln, Institut für Geologie und Mineralogie. Hintergrund dieser Kooperation ist die petrologische und geochemische Untersuchung von Natursteinen der verschiedenen Tempelanlagen und Steinbrüche, um mögliche Korrelationsmöglichkeiten zu erarbeiten, welche die Natursteine der Steinbrüche als Ergänzungsmaterial für die Tempelanlagen auszeichnet.
Hierbei wurde 2005 im Rahmen einer Diplomarbeit "Petrologisch-geochemische Charakterisierung der Naturwerksteine von Angkor" am Institut für Geologie und Mineralogie erste Tastuntersuchungen durchgeführt, die eine Differenzierung der Natursteine von sechs historisch wichtigen Tempelanlagen (Angkor Wat, Banteay Srei, Ta Keo, Bayon, Pre Rup und Preah Ko) und zwei alten Steinbrüchen beinhaltete. Bei den Untersuchungsmethoden handelte es sich um:
1. Röntgenfloureszenzanalysen (RFA)
2. Petrographische Analysen
3. Tonmineralogische Untersuchungen (Röntgendiffraktometrie)
4. Schwermineralanalysen
5. Mikrosondenanalysen
Die Untersuchungen zeigten, dass es sehr wohl möglich ist, die recht ähnlichen Sandsteine, aufgrund der unterschiedlichen Untersuchungsmethoden zu differenzieren. Des weiteren zeigte sich für einige Proben, dass die beiden Steinbruchgesteine mit einzelnen Tempelanlagen korrelierbar sind.
Weiterführend werden z.Z. weitere Naturwerksteine von anderen Tempelanlagen und Steinbrüchen untersucht und in einer Datenbank gepflegt, um zukünftige restauratorische und konservatorische Projekte zu unterstützen.
Stand: 11.April.2007