Sedimentgesteine - stonegate Natursteine

Sedimentgesteine

 

Das gemeinsame Merkmal aller Sedimentgesteine ist ihre Entstehung als Ablagerung aus einer Flüssigkeit oder einem Gas. Diese Entstehung zeigt auch die Herkunft der Bezeichnung „Sediment“ aus dem lateinischen „Sedimentum“, was Bodensatz bedeutet. Die weitere Dreiteilung der Sedimentgesteine in klastische, chemische und biogene Sedimente beruht auf den jeweiligen Bausteinen, den Partikeln, aus denen die Sedimente aufgebaut sind.

Klastische Sedimente bestehen, wie der Name schon sagt, aus klastischen Gesteins- und Mineralbruchstücken. Ob ein solcher klastischer Partikel in einer Lösung (meist Wasser oder Luft) transportiert oder abgelagert wird hängt maßgeblich von der Größe des Partikels und von der Fließgeschwindigkeit des Transportmediums sowie von dem Verbund mit anderen Partikeln ab. Im Bachbett eines reißenden Gebirgsbaches kann man charakteristisch größere Blöcke finden als in den Sand- und Tonsedimenten eines im Flachland mäandernden Flusses. Klastische Sedimente können demnach durch die vorherrschende Korngröße voneinander unterschieden. Zudem können Strukturen wie Dünen, Rippel oder besondere Lagerung erhalten sein, welche für den Geologen ein Fenster in die Entstehungszeit der Sedimente sind und so als Indizien für ehemalige Strömungsrichtung und Fließgeschwindigkeit genutzt werden können.

Chemische Sedimente entstehen durch die Ausfällungen von vormals gelösten Mineralen aus Wasser. Das geläufigste Beispiel ist hier das Meersalz (Halit), welches durch die Evaporation von Meerwasser in flachen Buchten entsteht. Evaporite (durch Evaporation entstandene Gesteine) umfassen neben den Salzen jedoch zusätzlich noch Kalk, Dolomit und Gips.

Die dritte Gruppe der Sedimente, die biogenen Sedimente, entstehen aus den Ablagerungen von pflanzlichen und tierischen Partikeln. Den Großteil der biogenen Sedimente bilden marine Ablagerungen, die meist aus karbonatischen oder kieseligen Skelettteilen und Schalen von Kleinstlebewesen oder aus abgestorbenen Korallenriffen bzw. deren Bruchstücken bestehen. Eines der beeindruckensten Beispiele für die Mächtigkeit solcher mariner, biogener Sedimente sind die Kreidefelsen von Rügen oder Dover, deren mikroskopisch kleine Grundbausteine sich erst unter einem Elektronenrastermikroskop erkennen lassen.

Für alle Sedimentgruppen gilt, dass nach der Ablagerung eine Phase der Kompaktion und Verfestigung durch die Auflast der überlagernden Schichten von Nöten ist, um aus einem Lockersediment eine Sedimentgestein zu formen.

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