Schiefer - stonegate Natursteine

Schiefer

Wenn man im alltäglichen Gebrauch von Schiefer spricht, meint man meist dunkle, feinkörnige Gesteine, die wegen ihrer ausgeprägten Schieferungsflächen tafelig brechen. Geologisch betrachtet ist diese Variation jedoch nur eine Ausprägung von Schiefern mit dem geologischen Namen „Tonschiefer“.

Der geologische Begriff Schiefer deckt vielmehr eine weite Spannbreite von Gesteinen ab, deren gemeinsames Merkmal der tafelige Bruch ist. So ist sowohl die „Gesteinsfarbe“ (geologisch wird häufiger die Strichfarbe als Erkennungsmerkmal herangezogen) als auch der Mineralbestand von Schiefer zu Schiefer unterschiedlich. Die Bandbreite reicht daher vom wohl bekannten Schwarz- oder Tonschiefer bis zum hochmetamorphen Granat-Glimmerschiefer, der zum Beispiel im inneren Ötztal zu finden ist.

Kurz angemerkt werden soll noch die große Bedeutung des Begriffes Schiefer für die Einteilung der metamorphen Faziesräume: Im Prozess der Gesteinsmetamorphose findet neben einer mineralogischen oft auch eine Änderung im Mineralgefüge statt, welche sich in der Schieferung des metamorphen Gesteins ausprägt. Unterschiedliche Druck- und Temperaturzonen, bei denen sich charakteristische Mineralvergesellschaftungen formen, werden so nach den in dieser Zone ausgebildeten Schiefern von metamorphem Basalt benannt (z.B. Grünschiefer oder Blauschiefer).

Schiefer wird heutzutage sehr viel im Innenausbau verwendet. Hierbei wird er gerne als Schiefer Fliesen oder für Arbeitsplatten verwendet. Die Robustheit und Dichte wird ihm nicht angesehen, aber er hat manche Vorteile im Vergleich zu Granit oder Gabbro.

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