Metamorphose von Gesteinen - stonegate Natursteine

Metamorphose
von Gesteinen

Metamorphose im geologischen Kontext bedeutet Umwandlung von Gesteinen aufgrund von sich ändernden äußeren Umständen. Meist handelt es sich hierbei um die Änderungen von Druck und Temperatur, welche die Metamorphose in Gang setzten. Es erfolgt eine schrittweise Umwandlung von einem instabilen zu einem stabilen Mineralbestand durch Umkristallisation. Das wegen sich ändernder äußerer  Bedingungen instabil gewordene Mineral löst sich hierbei im Porenfluid. Aus diesem Fluid bildet sich nun ein stabiles, metamorphes Mineral.

Neben der Änderung des Mineralbestandes kommt es meist zur Ausbildung einer Schieferung, die durch die Einregelung von länglichen oder blättrigen Mineralen senkrecht zur Hauptdruckrichtung erfolgt.

Der Prozess der Metamorphose erfolgt entgegen der natürlichen Intuition im festen Zustand. Um eine Systematik aller metamorphen Gesteine zu erstellen, wurde das Feld der natürlich vorkommenden Druck- und Temperaturbedingungen (geol. P-T-Bedingungen = Pressure-Temperature-Bedingungen) in metamorphe Faziesräume unterteilt, bei denen typische Mineralvergesellschaftungen auftreten. Die Spannbreite der Metamorphose geht von der kalten Ozeanbodenmetamorphose bis zur Anatexis, was eine Teilaufschmelzung des Gesteins oberhalb von 650°C bedeutet.

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