Feldspat - stonegate Natursteine

Feldspat

In der Natur kommen Feldspäte fast immer als Mischkristall der Mischungsreihen zwischen den Endglied-Mineralen Orthoklas, Albit und Anorthit vor.

Die Mischkristalle zwischen Kalium-Endglied Ortholklas (KAl2Si3O8) und Natrium-Endglied Albit (NaAlSi3O8) bilden die Mischungsreihe der Alkalifeldspäte.  Mischkristalle zwischen Albit und dem Calcium-Endglied Anorthit (CaAl2Si2O8) werden als Plagioklas bezeichnet. Beachtet werden muss, dass die Mischbarkeit der jeweiligen Endglieder Temperaturabhängig ist, was zu charakteristischen Entmischungserscheinungen bei abkühlenden Hochtemperatur-Mischkristallen führt, vor allem bei den Alkalifeldspäten.

Unterschieden lassen sich beide Mischkristallreihen an den charakteristischen Mineralverzwillingungen: Plagioklase bilden typische polysynthetische Zwillinge aus (lamellenartige Verwachsungen mehrerer Zwillingskristalle), Alkalifeldspäte hingegen bilden lediglich Zwillinge bestehend aus zwei Mineralen aus, die ihrer nach als Schwalbenschwanz-Zwillinge bezeichnet werden. Neben der Verzwillingung können auch charakteristische Entmischungsstrukturen Aufschluss über die Zugehörigkeit zu einer der beiden Feldspatgruppen geben. Hochtemperatur-Alkalifeldspäte zeigen so typische spindelförmige Entmischungen, welche als perthitischen Entmischungen bezeichnet werden und die Einteilung vereinfachen.

Die Farbe der Feldspäte ist meist weiß. Durch Mineraleinschlüsse können sie jedoch auch braun bis schwarz erscheinen. Ihre Oberflächen spiegeln einfallendes Licht

Feldspäte bilden die wichtigste Mineralgruppe der Erdkruste. Plagioklase und Alkalifeldspäte bauen so 51% der Kruste auf.

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